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Martin Luther King

 
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BeitragVerfasst am: 07.09.2009 04:00    Titel: Martin Luther King Antworten mit Zitat

Martin Luther King



Martin Luther King, Jr. (* 15. Januar 1929 in Atlanta, Georgia; † 4. April 1968 in Memphis, Tennessee) war ein US-amerikanischer Baptistenpastor und Bürgerrechtler. Er zählt in der weltweiten Öffentlichkeit zu den bedeutendsten Vertretern des Kampfes gegen soziale Unterdrückung und Rassismus.In den Vereinigten Staaten war er zwischen Mitte der 1950er und Mitteder 1960er Jahren der bekannteste Sprecher der US-amerikanischenBürgerrechtsrechtsbewegung (Civil Rights Movement). In dieser Bewegung propagierte er den Zivilen Ungehorsam als Mittel gegen die politische Praxis der „Racial Segregation“ (Rassentrennung)in den Südstaaten der USA, und nahm selbst an entsprechenden Aktionenteil. Wesentlich durch Kings Einsatz und Wirkkraft war das Civil Rights Movement zu einer Massenbewegung geworden, und erwirkte letztlich die gesetzliche Aufhebung der Rassentrennung und die Durchsetzung des uneingeschränkten Wahlrechts für die schwarze Bevölkerung der US-Südstaaten. Kings Engagement für soziale Gerechtigkeit führte dazu, dass ihm 1964 der Friedensnobelpreis zuerkannt wurde.
King, der immer die Gewaltlosigkeit predigte, wurde dreimal tätlich angegriffen, überlebte mindestens ein Bombenattentat und wurde zwischen 1955 und 1968 mehr als 30-mal inhaftiert. Am 4. April 1968 wurde er in Memphis, Tennessee, ermordet (vgl. Attentat auf Martin Luther King).

Familie und Kindheit
King wurde als Sohn der Lehrerin Alberta Christine Williams King(1904–1974) und des 2. Baptistenpredigers in einer Ebenezer-Gemeinde, Martin Luther King, Sr.(1899–1984), geboren. Sein Vater war vor seiner Tätigkeit als Pfarrerunter anderem Hilfsmechaniker in einer Autowerkstatt und Feuerwehrmannbei einer Eisenbahngesellschaft. King senior holte seinen Abschluss aneiner Abendschule nach und war bereits vor der Geburt von King, Jr. Vorsitzender der Bürgerrechtsorganisation National Association for the Advancement of Colored People (NAACP) in Atlanta.
King jrs. Großvater mütterlicherseits, Williams (* 1863), war Sohn von Sklavenund trat 1894 in die Ebenezer-Gemeinde ein. Dieser Kirchengemeindegehörten alle nachfolgenden Generationen an. James King, der Großvaterväterlicherseits, hatte auf Baumwollplantagen bei Stockbridgegearbeitet, etwa 20 Kilometer von Atlanta entfernt. Der Name MartinLuther war für den Vater und später für den Sohn Ausdruck tiefenreligiösen Empfindens. Aber Kings Vater hieß ursprünglich Michael Kingund er selbst Michael King, Jr. Der Vater änderte beide Namen erst nacheiner Europareise im Jahre 1934, bei der sie auch nach Deutschlandkamen, zu Ehren Martin Luthers. [1]Zusammen mit seinen Eltern lebte er bis 1941 in der Auburn Avenue 501,einer Straße, in der fast ausschließlich wohlhabende Schwarze wohnten.
Wie alle Schwarzen wurde auch er durch die damalige Rassentrennung in den Südstaatender USA diskriminiert. Diese trennte alle Bereiche des täglichen Lebensin schwarz und weiß: Schulen, Kirchen, öffentliche Gebäude, Busse undZüge, selbst Toiletten und Waschbecken. King empfand schon früh solche Segregation als große Ungerechtigkeit, vor allem geprägt durch die väterliche Erziehung. Im Alter von 14 Jahren fuhr er von Atlanta nach Dublin, Georgia,um dort an einem Redner-Wettbewerb teilzunehmen, den er auch gewann.Schon damals setzte er sich öffentlich sowohl für die Desegregation wieauch die Stärkung der USA als Nation ein:
„Wir können keine aufgeklärte Demokratie sein, wenn eine großeBevölkerungsgruppe ignoriert wird. Wir können keine starke Nation sein,wenn ein Zehntel der Bevölkerung schlecht ernährt und krank durchBazillen ist, die keinen Unterschied zwischen Schwarzen und Weißenmachen – befolgt die Jim-Crow-Gesetze nicht [..]“ [2]
Am 18. Juni 1953 heiratete er Coretta Scott Williams. Die Hochzeit fand in ihrem Elternhaus in Marion, Alabama, statt und wurde von Kings Vater geleitet. King und Scott hatten zusammen vier Kinder:

Alle vier engagieren bzw. engagierten sich wie ihr Vater fürBürgerrechte, wenn auch ihre veröffentlichten Texte und Redenthematisch voneinander abweichen.
Coretta Scott King starb am 30. Januar 2006 im Alter von 78 Jahren in Rosarito Beach, Mexiko.

Ausbildung und Einflüsse

Seine erste negative Erfahrung mit der Rassentrennung machte Kingbereits zu Beginn seiner Grundschulzeit. Sein engster Freund in derVorschulzeit war ein weißer Junge aus der unmittelbaren Nachbarschaft.Als es zur Einschulung der Beiden kam, mussten sie verschiedene Schulenbesuchen und die Elterns seines Freundes teilten ihm mit, dass er mitihrem Sohn nicht mehr spielen könne, da er schwarz sei[3]. King besuchte dann mit seiner Schwester Christine die Younge Street Elementary School,auf der es ausschließlich schwarze Schüler gab. Das Lernen viel ihmrelativ leicht und nachdem er in der sechsten Klasse auf die David T. Howard Colored Elementary School gewechselt war, übersprang er einige Klassen und besuchte schließlich im Alter von 13 Jahren die Booker T. Washington High School. Im Frühjahr 1944 bestand er dann die Aufnahmeprüfung für das Morehouse College und schloss die High School im Alter von 15 Jahren nach der 11. Klasse ab[3].
King wurde mit 17 Jahren Hilfsprediger seines Vaters an der Ebenezer Baptist Churchin Atlanta, Georgia. Dort besuchte er ab dem 20. September 1944 dieeinzige Hochschule für Schwarze im Süden, das „Morehouse College“, daser 1948 mit einem Bachelor of Arts in Soziologie abschloss. Am Morehouse College war Benjamin Mays, damaliger Präsident der Schule und Bürgerrechtler, ein wichtiger Mentorfür King. Auch sonst beschreibt er die Atmosphäre an dem College alskonstruktiv und weitestgehend frei von Rassismus und Intoleranzgegenüber Schwarzen.[4]
Danach wollte King trotz seines tiefen Glaubens eigentlich keinPrediger werden, entdeckte jedoch auf dem College endgültig das Redenfür sich und belegte vordere Plätze bei Studentenwettbewerben, in denenes um politische Reden ging. Von Vater und Professoren schließlichüberzeugt, besuchte er das Crozer Theological Seminary in Chester, Pennsylvania, um Theologie zu studieren. Er las Plato, John Locke, Jean-Jacques Rousseau, Aristoteles, Henry David Thoreau und Walter Rauschenbusch, der ihn insofern beeinflusste, als dass King die Rolle und Verantwortung eines Predigers für sich neu definierte:
„Predigen ist für mich ein dualer Prozess. Einerseits muss ichversuchen, die Seele eines jeden Einzelnen zu verändern, damit sich dieGesellschaft verändern kann. Andererseits muss ich versuchen, dieGesellschaft zu verändern, damit sich jede einzelne Seele verändernkann. Darum muss ich mir über Arbeitslosigkeit, Slums undwirtschaftliche Unsicherheit Gedanken machen.“[5]
Zudem beschäftigte er sich intensiv mit verschiedenen Theorien zu Gesellschaftsformen und las etwa Karl Marx, der ihn stark beeinflusste, obwohl er ihn größtenteils ablehnte:
„Das Lesen von Marx überzeugte mich davon, dass die Wahrheitweder im Marxismus noch im traditionellen Kapitalismus zu finden ist.Beide repräsentieren eine Teilwahrheit. Historisch gesehen übersah derKapitalismus die Wahrheit gemeinschaftlicher Unternehmen und derMarxismus erkannte nicht die Wahrheit individueller Unternehmen. DerKapitalismus des 19. Jahrhunderts beachtete die sozialen Aspekte desLebens nicht und der Marxismus übersah und übersieht, dass das Lebenindividuell und persönlich ist. Das Königreich Gottes ist weder dieThese von individuellen Unternehmungen noch die Antithese vonkollektiven Unternehmungen, sondern stellt eine Synthese dar, welchedie Wahrheiten beider vereinigt“[6]
Außerdem wurde er noch stark von Mahatma Gandhi beeinflusst, dessen Erfolge mittels Gewaltlosigkeit und Nächstenliebe ihn tief beeindruckten. King sagte einmal über Gandhi:
„Durch diese Konzentration Gandhis auf Liebe und Gewaltlosigkeitentdeckte ich die Methode für soziale Reformen, nach der ich suchte“[7]
Später las er noch Pazifismus-kritische Texte von Reinhold Niebuhr. Diese konnten ihn zwar nicht vom gewaltfreien Widerstand abbringen, veränderten jedoch sein Weltbild:
„Während ich noch an das Gute im Menschen glaubte, zeigte mirNiebuhr auch dessen Potenzial für das Böse. Außerdem half er mir, dieKomplexität zu erkennen, mit der der Mensch in die blendende Existenzdes kollektiven Bösen verwickelt ist.“[8]
Im Mai 1951 beendete er sein Studium mit einem Bachelor of Divinity in Theologie. Anschließend schrieb er an der Boston Universityin Massachusetts seine Doktorarbeit. Während dieser Zeit beschäftigteer sich weiter mit den gewaltfreien Vorstellungen Mahatma Gandhis.
Martin Luther King, Jr. hatte mehrere Angebote für die Zeit nachseinem Studium. Er wählte aber nicht den „einfachen“ Weg, sondernentschied sich für eine Pfarrerstelle im Süden des Landes. So wurde erim darauf folgenden Jahr Pastor der Dexter Avenue Baptist Church in Montgomery (Alabama). 1955 wurde ihm der Titel eines „Doctor of Philosophy“ verliehen.

Erste Erfolge – Montgomery
Knapp ein Drittel der Bevölkerung Montgomerys, einer Stadt im Südender USA, waren Schwarze, die dort zumeist als Landarbeiter undHausangestellte arbeiteten. Am 1. Dezember 1955 wurde die schwarzeBürgerrechtlerin Rosa Parksverhaftet, weil sie sich weigerte, im Bus einem Weißen Platz zu machen,was wiederum zu einer großen Solidarisierungsbewegung innerhalb derschwarzen Bevölkerung führte. Es wurde zum Boykott der städtischen Busse aufgerufen, dem „Montgomery Bus Boycott“,mit dem man verdeutlichen wollte, wie groß die wirtschaftlicheAbhängigkeit der weißen Unternehmer von der schwarzen Bevölkerung war,und wie wenig Rechte ihnen im Gegenzug eingeräumt wurden. Der damalsneu zugezogene 26 Jahre alte King wurde zum Leiter des zur Koordinationdes Boykotts gegründeten Komitees Montgomery Improvement Associationernannt. Er war noch weitestgehend unbekannt und hatte somit kaumFeinde, weder bei der weißen noch bei der schwarzen Bevölkerung. Auchwurde er von dem Bürgerrechtler und bekennenden Homosexuellen Bayard Rustin im gewaltfreien Widerstand nach Gandhiberaten. Der Boykott dauerte 381 Tage und erregte auch im AuslandAufsehen. Es gab nicht nur verbale Zustimmung, sondern auch finanzielleUnterstützungen für die schwarzen Bewohner der Stadt, so etwa von der National Association for the Advancement of Colored People (NAACP).
Der gewaltlose Widerstand endete 1956 mit dem Erfolg, dass der Oberste Gerichtshof jede Art von Rassentrennungin den Bussen der Stadt Montgomery verbot. Der „Montgomery Bus Boycott“war ein großer Sieg für die Unterstützung des gewaltfreien Protests undKings Verdienste dabei führten dazu, dass er 1957 zum Präsidenten der Southern Christian Leadership Conference(SCLC) gewählt wurde. King reiste in den nächsten Jahren tausende vonMeilen durch den Süden der USA und warb vehement dafür, sich gewaltlosund unnachgiebig für Bürgerrechte einzusetzen. 1957 hielt King 208Reden und schrieb sein erstes Buch, „Schritte zur Freiheit: DieMontgomery Story“ (Original: Stride Toward Freedom: The Montgomery Story). Durch den Erfolg des Boykotts hatte die gewaltlose Bürgerrechtsbewegung (in den USA Civil Rights Movement), der sich in den folgenden Jahren auch immer mehr Weiße anschlossen, enorm an Bedeutung gewonnen.
1960 kündigte King seine Pastorenstelle in Montgomery, um sich mitseinem Vater ein Pastorat an der Ebenezer Baptist Church in Atlanta zuteilen. Durch dieses neue Amt hatte er mehr Zeit, um sich an derBürgerrechtsbewegung zu beteiligen. King musste auch gegen fragwürdigeUrteile der Justiz ankämpfen: So wurde er zu sechs Monaten Zwangsarbeitin Reidsville (Florida) verurteilt, weil er es unterlassen hatte,seinen Führerschein umzumelden, als er von Montgomery nach Atlantaumzog. In diesem Zeitraum wurde King von der New Yorker Universitäteine Auszeichnung für seine Arbeit gegen die Rassentrennung verliehen.King wurde von Florida nach New York geflogen, nahm den Preis inEmpfang und kehrte anschließend wieder ins Gefängnis nach Reidsvillezurück. John F. Kennedy,zu dieser Zeit demokratischer Präsidentschaftskandidat, bot daraufhinder Familie seine Hilfe an. Er setzte sich mit dem Richter inVerbindung, und King wurde gegen Kaution freigelassen. Wenige Tagespäter wurde Kennedy mit 100.000 Stimmen Mehrheit zum Präsidentengewählt. Coretta Scott King schrieb später in ihrer Autobiografie, dassdiese Intervention Kennedy den Sieg gebracht habe.

Erste Niederlagen – Albany
Am 15. Dezember 1961 flog King nach Albanyin Georgia. Dort waren seit kurzem die sogenannten „Freedom Rides“ imGange: gewaltfreier und wenig organisierter Protest kleiner Gruppengegen die öffentliche Rassentrennung. Einen Tag nach seiner Ankunftdemonstrierte King mit 600 Menschen unerlaubt in Albany. Der Truppwurde von der Polizei umstellt und ohne Gewaltanwendung verhaftet.Danach kam es bis 1962 mit Unterbrechungen immer wieder zu unerlaubtenProtesten und Unruhen in Albany, jedoch ohne handfeste Erfolge zuerzielen. Dieser Versuch wird allgemein als „Niederlage“ gewertet.
Kings großer Einfluss sorgte aber weiter dafür, dass die Gewaltlosigkeit erstmal die einzige realistische Möglichkeit für Veränderungen blieb. Anfang der 1960er Jahre wurde zudem „We Shall Overcome“ zur Hymne der Bürgerrechtsbewegung.

Birmingham – „Metropole der Rassentrennung“ (King)
King suchte Gründe für die Erfolglosigkeit der Aktionen in Albanyund fand sie vor allem im mangelnder Vorbereitung und Organisation.Zusammen mit seinen Mitstreitern (Ralph Abernathy etwa war seine „rechte Hand“) suchte er neue „Ziele“ und entschied sich für Birmingham.Danach entwarfen sie einen konkreten Plan, um die Machthaber zu einergesetzlich garantierten Gleichheit von Schwarzen und Weißen zu zwingenoder zumindest stark unter Druck zu setzen. Zuerst verschmolz dieortsansässige Alabama Christian Movement for Human Rights um Reverend Fred Shuttlesworth („Man muss bereit sein zu sterben, bevor man beginnen kann, wirklich zu leben“) mit der Organisation um King. Um alle Kräfte auf ein Ziel zu lenken, sollten ausschließlich die Lunch Counters(kleine, nur für Weiße vorgesehene Imbissecken in Kaufhäusern) durchfriedliche Sitzproteste blockiert werden. Zudem war ein Boykott der vonweißen Geschäftsleuten geführten Kaufhäuser vorgesehen. In Zentren der Alabama Christian Movement for Human Rightswurden dafür 250 Freiwillige in die Methoden des gewaltlosenWiderstandes eingewiesen. Außerdem half der schwarze New Yorker MusikerHarry Belafonte, indem er bei wohlhabenden Schwarzen Geld für die Proteste Kings sammelte.
Am 3. April 1963 begannen 30 Freiwillige mit den Sitzprotesten.Diese setzten sich Tag für Tag fort, wobei es abends in Kirchen Treffender Protestierenden mit King gab. Dort hielt er Reden und versuchte,die Demonstranten zu motivieren. Vor allem durch solche Treffenverstärkte sich der Protest immer mehr, obwohl es von Seiten derSchwarzen auch einige Gegenstimmen gab. Sie waren der Meinung, dieProteste kämen zum falschen Zeitpunkt oder würden die Ruhe stören.
Bald wurde auch King inhaftiert und hatte im Gefängnis von Birmingham ein Kontaktverbot nach draußen, das durch das Eingreifen von Präsident Kennedy aufgehoben wurde. In dieser Zeit schrieb er auch den bekannten Brief aus dem Gefängnis von Birmingham,seine Antwort auf Angriffe von weißen Geistlichen Birminghams. DieseAktionen förderten die Popularität des Predigers erneut. King wurdenach 8 Tagen mit der entscheidenden Idee aus dem Gefängnis entlassen:er schlug vor, auch Kinder und Jugendliche in den Protest einzubinden.Daraufhin gab es am 2. Mai 1963 über 1.000 Verhaftungen, und es kameinen Tag später zum ersten Mal zu massiver Gewalt von Seiten derPolizei. Am 4. Mai wurden landesweit Bilder von den Ausmaßen derBrutalität abgedruckt und die Öffentlichkeit aufgerüttelt, was denProtesten und der Gewalt jedoch keinen Abbruch tat.
Daraufhin schickte Präsident Kennedy einen Referenten desJustizministeriums nach Birmingham, der geheim und parallel zu denProtesten Verhandlungen zwischen den Leitern der Demonstrationen aufder einen Seite und weißen, mächtigen Geschäftsleuten sowie dem Senior Citizens Committee(Komitee der Stadtältesten) auf der anderen Seite einleiten sollte.Durch den Druck der anhaltenden Demonstrationen erzielte man am 10. Maieine Einigung. Diese besagte u. a., dass nun von offizieller Seite dieGleichberechtigung gefördert werde und Hilfeleistungen fürfreigelassene Demonstranten garantiert werden sollten.
Einen Tag später wurden auf King und seinen jüngeren Bruder AlfredDaniel zwei Bombenattentate verübt, bei denen jedoch niemand verletztwurde. Die Täter entstammten wahrscheinlich dem Umfeld des Ku-Klux-Klansund wurden nie gefasst. Zudem gab es weitere Unruhen, bei denen 50Menschen verletzt wurden. Kennedy entsandte 3.000 Bundessoldaten zurBeruhigung in das Krisengebiet, woraufhin sich die Lage entspannte.
Zahlreiche Morde an schwarzen und auch weißen Bürgerrechtlern imSüden der USA erschütterten immer wieder die Öffentlichkeit. Zu nennensind hier vor allem die Ermordung von Medgar Evers, einem schwarzen Bürgerrechtler aus Mississippi im Juni 1963, ein Bombenanschlag auf die 16th Street Baptist Churchin Birmingham im September 1963, bei dem vier Mädchen getötet wurden,und die Entführung und Ermordung von drei Bürgerrechtlern im Frühjahr1964 in Mississippi. Eine unrühmliche Rolle bei diesen und anderenMorden kommt dem rassistischen Geheimbund Ku-Klux-Klan zu, in dem sichauch Polizisten aus den Südstaaten engagierten.

Washington, Friedensnobelpreis
Viele Schwarze entwickelten in dieser Zeit ein neuartiges, aktivesSelbstbewusstsein. Sie bekennen sich seitdem zu ihrer afrikanischenAbstammung und zur Kultur ihres Herkunftskontinents. Dieses Bekenntnisführte aber bei Minderheiten innerhalb der schwarzenBevölkerungsschicht auch zu einem schwarzen Nationalismus, der imGegensatz zu den Träumen Kings von einem friedlichen Zusammenlebenaller Amerikaner stand. Außerdem wehrten sich viele Farbige verstärktgegen jede Art von Beschimpfung wie etwa „Jim Crow“ und gegen andere Erniedrigungen. Die Zeit für große Veränderungen schien gekommen.

March on Washington for Jobs and Freedom
Präsident Kennedy legte als Reaktion auf die anhaltenden Demonstrationen am 19. Juni 1963 dem US-Kongresseine Gesetzesvorlage zur weitgehenden landesweiten Gleichberechtigungvor. Im Sommer 1963 wurde innerhalb von 4 Monaten in 196 Städten 841Mal demonstriert. Am 22. Juli trafen Führer der verschiedenenSchwarzenbewegungen mit dem Präsidenten im Weißen Haus zusammen, wo Kennedy versuchte, King und die anderen davon zu überzeugen, dass der geplante March on Washington for Jobs and Freedom (etwa: Marsch nach Washington für Arbeit und Freiheit) in Washington (D.C.)angesichts des Gesetzesvorschlags zu einem schlechten Zeitpunkt komme.Doch King wollte die Demonstration wie geplant verlaufen lassen. DerMarsch sollte nochmals, diesmal in der Landeshauptstadt, die Massen fürdie Probleme der Schwarzen sensibilisieren und die konservativenPolitiker zu einem Einlenken bewegen.
Am 28. August 1963 demonstrierten friedlich mehr als 250.000Menschen, darunter 60.000 Weiße und neben King sechs weitere schwarzeFührer, auch um die Bürgerrechts-Gesetzgebung Präsident Kennedys zuunterstützen. Hier hielt King seine wohl bekannteste Rede I Have a Dream. Nach dem Marsch auf Washington begann FBI-Chef Hoover intensiv, King und andere Bürgerrechtler zu bespitzeln.

Verkündung des Gesetzes zur Aufhebung der Rassentrennung, Friedensnobelpreis
Die Ermordung Kennedys am 22. November 1963 traf die Bürgerrechtsbewegung schwer. Sein Nachfolger, Präsident Lyndon B. Johnson,sorgte dafür, dass am 19. Juni 1964 das Bürgerrechtsgesetz verkündetwurde, in dem die Rassentrennung aufgehoben wurde. Zuvor hatten 19 Senatoren versucht, durch sogenannte Filibuster,Reden ohne Unterlass, den Beschluss des Gesetzes hinauszuzögern undmittels der gewonnenen Zeit eine Mehrheit für den Entwurf doch noch zuverhindern. Nach dem Beschluss weigerten sich der Gouverneur vonAlabama, George Wallace, und der Gouverneur von Mississippi, Paul Johnson, das neue Gesetz anzuerkennen und umzusetzen.
Martin Luther King erhielt 1964 den Friedensnobelpreis,wobei er das gesamte Preisgeld in Höhe von 54.000 $ einem Fonds seinerBewegung spendete. Das amerikanische Nachrichtenmagazin Time ernannte den Bürgerrechtler zum „Mann des Jahres 1964“.

Selma
In der Kleinstadt Selmabei Montgomery versuchte King 1965 mittels Demonstrationen, dieproblemlose Aufnahme Schwarzer in die Wählerlisten zu erreichen. Somussten damals etwa Fragen zur amerikanischen Geschichte oder derVerfassung richtig beantworten werden, bevor man als Schwarzer seinWahlrecht wahrnehmen konnte.
Zuerst organisierte King mehrere Märsche auf das Gerichtsgebäude vonSelma, wobei die Polizei um Sheriff Jim Clark die Demonstrierenden Tagum Tag auseinander trieb und viele von ihnen verhaftete. Nachdem aberein Polizist den schwarzen Holzfäller Jimmy Jackson erschoss,entschloss sich King, eine großangelegte Demonstration in dienahegelegene Hauptstadt von Alabama, Montgomery,zu organisieren. Nach drei Märschen, wobei die ersten beiden hinter derStadtgrenze Selmas von der Polizei auseinander getrieben wurden, hatteder dritte Marsch (geschützt von Bundestruppen, die Präsident Johnson entsandt hatte) im März 1965 den gewünschten Erfolg. Allerdings wurden dabei drei Menschen, darunter ein Priester, getötet.

Gewalttätige Aufstände im ganzen Land – gewaltfreie Versuche in Chicago
Da trotz aller Gesetze und Gerichtsurteile der Rassismus und diesoziale Ungerechtigkeit in den Vereinigten Staaten weiter anhielt,bildete sich ein radikaler Flügel innerhalb der Bürgerrechtsbewegung.Er wurde vor allem durch die Black Muslims mit ihrem charismatischen Anführer Malcolm X und die Black Panther Partyvertreten. Diese beiden gewaltbereiten Gruppierungen waren aberhauptsächlich in den Großstädten des Nordens und Kaliforniensvertreten, wo die gewaltlosen Ideen Kings einen schweren Stand hatten.Als Gründe dafür werden oft die größere Anzahl Schwarzer in den „Ghettos“der Großstädte sowie die vollkommene Perspektivlosigkeit angegeben.Denn während Schwarze des Südens oft hofften, in den „gerechten“ Nordenfliehen zu können, gab es solche Hoffnungen für Schwarze im Nordennicht.
Am 11. August 1965 war in Watts, einem Wohnbezirk im Süden von Los Angeles,Kalifornien, ein nicht geplanter, gewalttätiger Aufstand von Schwarzenentbrannt, bei dem vor allem Geschäfte von Weißen zu Schaden kamen.Weitere Städte folgten, wenn auch mit weniger dramatischenAusschreitungen. Angesichts dieser Unruhen wollte King auch im Nordender Vereinigten Staaten einen gewaltfreien Widerstand forcieren undversuchte es in Chicago.Hier traf er jedoch auf Widerstand von Führern lokalerSchwarzen-Organisationen, die keine Einmischung von King wollten. Inder Metropole im Norden der USA waren unverhältnismäßig hohe Mieten inden Stadtteilen, in denen vornehmlich Schwarze wohnten, und mangelndeAusstattung an den Schulen die Hauptprobleme. Durch einen Mietboykottund Demonstrationen sollten die verantwortlichen Politiker zum Handelngezwungen werden. Am 10. Juli 1966 kam es zu einem Marsch auf dasRathaus von Chicago, an dem mehr als 45.000 Menschen teilnahmen. Hierwurden konkrete Forderungen gestellt: Doppeltes Budget für alleSchulen, bessere Verkehrsanbindungen für die Ghettos sowie derBau von neuen Stadtteilen mit niedrigeren Mieten. Es kam zu vielenweiteren Demonstrationen, bis man sich auf ein 9-Punkte Programmeinigte, das so gut wie wirkungslos blieb. Am 31. Juli wurde Kingwährend einer dieser Demonstrationen von einem Ziegelstein am Kopfverletzt. Auch der Mietboykott hatte keinen Wechsel derWohnungseigentümer hervorgerufen und die Mieten blieben unverändert.

Marsch nach Jackson
1966 fand ein von mehreren schwarzen Führern, darunter auch King, angeführter 350 Kilometer langer Marsch von Memphis, Tennessee nach Jackson, der Hauptstadt des Bundesstaats Mississippi, statt. Der erste schwarze Absolvent der Universität von Mississippi, James Meredith,war auf dem gleichen Marsch angeschossen worden und man plante, ihm zuEhren den Weg fortzusetzen. Mit der Demonstration, an der zum Ende hinbis zu 15.000 Personen teilnahmen, wollte man außerdem für diekonsequente Umsetzung des Civil Rights Act von 1964 protestieren.
Während des Marsches herrschte eine starke Gewaltbereitschaft und eswurden heftige Diskussionen zwischen den Führern der jeweiligenOrganisationen über das Thema Gewaltanwendung geführt. Auch verkündete Stokely Carmichael während einer Rede zum ersten Mal die „Black Power“-Lösung.
Mitte April 1967 führte King eine Demonstration von etwa 200.000 Menschen durch New York City und im Oktober 1967 flog er nach Birmingham, wo er wegen eines früheren Urteils eine Haftstrafe von 5 Tagen ableisten musste.

Vietnamkrieg
King wandte sich ab 1966 mehr und mehr gegen den Vietnamkrieg,was nicht alle seine Weggefährten erfreute. Wie viele weiße Amerikanerstanden auch große Teile der schwarzen Bevölkerung auf Seiten derBefürworter dieses Krieges, zudem gab es kaum Unterstützung von den Gewerkschaften.Viele Bürgerrechtler befürchteten, dass sich die Bürgerrechtsbewegungmit einer Parteinahme gegen den Krieg selber schaden würde, weilPräsident Johnson benötigte Mittel für sie streichen lassen würde.Zudem nahmen die Spenden seit der Argumentation gegen den Vietnamkriegrapide ab. Doch King wich nicht zurück, er ging von da an deneingeschlagenen gewaltlosen Weg nicht nur gegen die Rassentrennung imSüden, sondern auch zunehmend gegen Armut und Krieg, einen Krieg,dessen amerikanische Tote in den Südstaaten der USA auf getrenntenFriedhöfen für Weiße und Schwarze bestattet werden mussten. In diesemZusammenhang argumentierte er oft, dass viele Milliarden US-Dollar, mitdenen große soziale Probleme behoben werden könnten, in den Krieginvestiert würden. Er versuchte, nun für alle benachteiligten Menschen,insbesondere natürlich immer noch für die schwarze Bevölkerung, bessereLebensbedingungen zu erreichen.
King wurde so zur persona non grata im Weißen Haus und vor allem auch beim FBI unter Chef Hoover. Die Zusammenarbeit mit der Antikriegsbewegung und deren weißen Führern sowie seine Pläne, unter anderem im Jahr 1968 einen Poor People’s March (etwa: Marsch armer Leute)nach Washington zu organisieren, fanden immer mehr Kritiker. Bei diesemMarsch wollte sich King auch für die anderen Minderheiten des Landeseinsetzen.

Attentat

Martin Luther King entschloss sich, angesichts des anstehenden Poor People’s March zuerst in Memphis,Tennessee zu demonstrieren und sich nochmals für die (soziale)Gleichberechtigung aller einzusetzen. Außerdem konnte man den Besuch inMemphis als eine Art Test sehen, wie stark die Massen auf ihn reagierenwürden.
Am 3. April 1968 sagte er in seiner berühmten Rede I've been to the mountaintop, dass er das Gelobte Land (Original: Promised Land)gesehen habe. Viele deuteten diesen Satz als Todesahnung. King sprachnoch einmal mit den Demonstranten, um sie von der Gewaltlosigkeit zuüberzeugen und legte den 8. April als neuen Termin für eineDemonstration fest.
Am 4. April 1968 um 18:01 Uhr wurde King auf dem Balkon des Lorraine Motels erschossen.

Nachwirkungen
In über 100 Städten der USA kam es nach der Ermordung Kings zu Krawallen, bei denen 39 Menschen ums Leben kamen, 2.000 verletzt und 10.000 Personen verhaftet wurden; Washington D.C. wurde von sehr schweren Unruhen erschüttert.
Am 8. April 1968 führte Coretta Scott King anstelle ihres Mannes dengeplanten Protestmarsch durch Memphis. Etwa 35.000 Menschen nahmenfriedlich an ihm teil. Präsident Johnson wollte am selben Tag in einerRede ein umfangreiches Hilfsprogramm für Schwarze in Aussicht stellen.Da sich die Lage aber schon bald nach Kings Tod normalisiert hatte undder Kongress protestierte, wurde die Rede zuerst verschoben und danngänzlich abgesetzt. Jedoch hat der Kongress später ein Gesetz für dieGleichberechtigung bei den Mietpreisen und dem Erwerb von Wohneigentumverabschiedet.
In Westberlin sollte am 12. April 1968 unter dem Motto 'Auch unsereGeduld ist zu Ende!' eine Solidaritätsdemonstration für 'Black Power'um 15 Uhr am Lehniner Platz stattfinden. Das Attentat auf Rudi Dutschkeam Vortag und nur wenige Meter entfernt aber überschattete diesesEreignis, und bestimmte die Inhalte der Demonstration massgeblich.

Beisetzung
Martin Luther King jr. wurde am 9. April 1968 unter der Anteilnahme von 50.000 Menschen[3]in Atlanta auf dem South View Cemetery, einem Friedhof für Schwarze,beerdigt. In seinen Grabstein sind die letzten Worte seiner Rede I have a dream in einer Abwandlung eingraviert: „Free at last! Free at last! Thank God Almighty, I'm free at last!“ (etwa: „Endlich frei! Endlich frei! Dank Gott dem Allmächtigen, ich bin endlich frei!“).
An einem Trauergottesdienst in der Kirche, in der er als Pfarrertätig gewesen war, nahmen viele Prominente wie beispielsweise derdamalige Vize-Präsident Hubert H. Humphrey, Robert Kennedy, Richard Nixon und Nelson Rockefeller teil.

Kriminaltechnische Untersuchungen und Verschwörungstheorien
In einem Raum gegenüber des Motels fand man die vermutliche Tatwaffemit Fingerabdrücken des mehrfach vorbestraften und offenen Rassisten James Earl Ray.Er gestand die Tat und wurde unter Berücksichtigung seinesstrafmildernden Geständnisses zu 99 Jahren Haft verurteilt. Wenige Tagespäter widerrief er jedoch sein Geständnis.
Seit dem Attentat verstummten nie die Gerüchte über eineVerschwörung, in die die US-amerikanische Regierung verstrickt gewesensein soll, insbesondere das FBI. Untersuchungen von US-Justizministerium, Repräsentantenhausund Staatsanwaltschaft kamen jedoch immer zu dem Ergebnis, dass Raygeschossen habe und es nicht sicher sei, ob er Helfer gehabt habe.
Zwei weitere, voneinander unabhängige ballistische Untersuchungenwollen ergeben haben, dass weder schlüssig bewiesen werden konnte, dassdie gefundene Waffe (eine Remington Gamemaster, Modell 760, Kaliber 30-'06) tatsächlich die Tatwaffe ist, noch dass Ray sie abgefeuert hatte.
1999 kamen die Geschworeneneines Zivilprozesses überein, dass es sich bei dem Attentat auf King umeine Verschwörung zwischen Mitgliedern der Mafia und der US-Regierunghandelte. Eine 18-monatige erneute Untersuchung des Justizministeriumswies die Ergebnisse des Zivilverfahrens 2000 zurück, da sie aufHörensagen und voreingenommenen Zeugen basiere. Zwar gäbe es für eineVerschwörung keine Beweise, es sind allerdings auch nicht alleUngereimtheiten des Falles restlos aufgeklärt.

King und das FBI
King hatte ein auf Gegenseitigkeit beruhendes, feindseliges Verhältnis zum FBI, der Hauptermittlungsbehörde des US-amerikanischen Justizministeriums. Besonders der damalige FBI-Chef J. Edgar Hooverhegte starke Antipathien gegen den Bürgerrechtler. Das FBI begann 1961,King und andere Funktionäre der SCLC zu beobachten. Die Untersuchungenverliefen recht oberflächlich, bis man 1962 herausfand, dass einer vonKings engsten Beratern der New Yorker Anwalt Stanley Levison war.Levison wurde vom FBI verdächtigt, mit der Kommunistischen Partei der USA zusammenzuarbeiten, was bei dem damals weit verbreiteten Antikommunismusein Warnsignal für die Bundesbehörde bedeutete. Das FBI platziertedaraufhin Abhörgeräte in Levisons und Kings Zuhause sowie an derenBürotelefonen und verwanzte auch die Hotelzimmer von King auf seinenReisen durch die USA. Es wurden auch der damalige Präsident Kennedy undder damalige General-Bundesanwalt Robert Kennedyinformiert, die beide erfolglos versuchten, King davon zu überzeugen,sich von Levison zu trennen. Der Schwarzen-Führer wies immer alleVorwürfe, er hätte Kontakt zu Kommunisten, unnachgiebig zurück. King sagte dazu einmal: „there are as many communists in this freedom movement as there are Eskimos in Florida“ (etwa: „es gibt so viele Kommunisten in dieser Freiheitsbewegung wie Eskimos in Florida“), woraufhin Hoover King als „the most notorious liar in the country“ („den notorischsten Lügner des Landes“) bezeichnete.
Um King öffentlich als Kommunisten zu brandmarken, baute man auf dem Gefühl vieler Segregationistenauf, dass die Schwarzen eigentlich glücklich mit ihrem Los in derGesellschaft seien, aber von Kommunisten oder anderen „Aufhetzern“ zumProtest animiert würden. Führer einiger Schwarzen-Organisationenerwiderten daraufhin, dass oftmals fehlende Bildung und Arbeitsplätze,Diskriminierung und Gewalt die Gründe für die Stärke derBürgerrechtsbewegung seien und dass die Schwarzen die Intelligenz undMotivation hätten, sich autonom zu organisieren.
Später konzentrierte sich das FBI darauf, King durch Enthüllungen inBezug auf sein Privatleben in Verruf zu bringen. FBI-Überwachungen vonKing (einige sind inzwischen veröffentlicht worden) zeigen, dass ersich auf zahlreiche außereheliche Affären eingelassen hatte. Berichteüber solche Vorkommnisse wurden auch von Kings Weggefährten (inklusiveseines engen Freundes Ralph Abernathy) zur Verfügung gestellt. Das FBIverteilte diese Ermittlungsergebnisse an die Exekutive,freundlich gesinnte Journalisten, potenzielle Koalitionspartner,Geldquellen des SCLC und Kings Familie. Es wurden auch anonyme Briefean King versendet, in denen gedroht wurde, dass private Informationenveröffentlicht würden, wenn er nicht seine bürgerrechtliche Arbeiteinstelle. Diese Aktivitäten fanden im Rahmen des geheimenFBI-Programms COINTELPRO statt, dessen Zielsetzung es war, als politisch gefährlich eingestufte Personen durch Methoden wie anonyme Diskreditierung zu zermürben.[9]
Schließlich ließ man von Kings persönlichem Leben ab und konzentrierte sich auf nachrichtendienstliche Informationen sowie die Arbeit der Spionageabwehrin Bezug auf die SCLC und die restliche Bürgerrechtsbewegung. DerGroßteil der Ergebnisse der Abhörarbeit des FBI ist bis 2027 nicht fürdie Öffentlichkeit zugänglich.
Am 28. März 1968, Tage vor seinem Tode, endete zum ersten Mal einevon King angeführte Demonstration in Krawallen, Plünderungen undBränden. Heute ist bekannt, dass das FBI Schwarze als Agent Provocateur einsetzte.
Bei Kings Ermordung rannten FBI-Agenten, die ihn observierten, nachdem Schuss sofort zu King und waren die ersten, die vergeblichversuchten, ihm Erste Hilfe zu leisten.

Fragwürdige Autorenschaft
Anfang der 1980er Jahre kamen Plagiatsvorwürfe bezüglich KingsDoktorarbeit auf, diese führten schließlich zu einer offiziellenUntersuchung der Boston University.Diese stellte fest, dass King Teile seiner Doktorarbeit von anderenAutoren kopiert hatte, ohne dies den akademischen Konventionenentsprechend zu kennzeichnen. Die Boston University entschied sichdennoch den Doktortitel nicht nachträglich zu annullieren, da seineDoktorarbeit trotz der abgeschriebenen Passagen einen eigenen Anteilenthält, der einen intelligenten Beitrag zur Wissenschaft darstellt.Seine Doktorarbeit selbst wurde mit einem Zusatz versehen, der daraufhinweist, dass Teile der Doktorarbeit über keine korrekte Kennzeichnungder Autorenschaft verfügen.
Solche „textliche Aneignung“, wie es der King-GelehrteClayborn Carson bezeichnete, war offensichtlich eine Angewohnheit, dievon Kings früher akademischer Karriere herrührte. So entlieh er großeTeile seiner Reden von anderen Pfarrern oder weißen Protestanten, dieim Radio predigten. Während einige politische Gegner King aufgrunddieser Erkenntnisse kritisierten, versuchten die meisten Gelehrten, diesich mit King auseinandergesetzt haben, diese „textliche Aneignung“ ineinen größeren Zusammenhang zu stellen: Keith Miller beispielsweise,der wahrscheinlich herausragendste Experte auf dem Gebiet der PlagiateKings, argumentiert, dass „solche Praktiken in die Tradition derafro-amerikanischen Volkspredigten fallen und nicht notwendigerweiseals Plagiarismus bezeichnet werden sollten“.

Nachleben
Seit seinem Tod ist Kings Ruf zu einem der meistverehrten Namen inder US-amerikanischen Geschichte angewachsen. Er wird oft mit Abraham Lincoln verglichen: beide Männer waren Führer, die sich stark für die Menschenrechteund gleiche Chancen für alle einsetzten – und unter anderem deswegenermordet wurden. Auch veröffentlichte Tatsachen über die Plagiate inTeilen seiner Doktorarbeit und die Behauptung ehelicher Untreue konntensein Ansehen in der Öffentlichkeit nicht ernsthaft beschädigen, sondernuntermauerten eher noch das Bild eines sehr menschlichen Helden undFührers. So belegte King bei einer Wahl der „größten Amerikaner allerZeiten“ beim US-amerikanischen Kabelfernsehsender Discovery Channel den dritten Platz.

Ehrungen nach dem Tod


1977 wurde King posthum mit der Freiheitsmedaille („The Presidential Medal of Freedom“) geehrt, der höchsten zivilen Auszeichnung in den USA.
1978 erhielt er den Menschenrechtspreis der Vereinten Nationen.[10]
1980 wurden Kings Geburtshaus und einige weitere Gebäude in der Umgebung zur National Historic Site (etwa: Ort von nationaler historischer Bedeutung) erklärt. Nicht zuletzt auf Betreiben des Musikers Stevie Wonder hin folgte dann 1986 ein nationaler Feiertag zu Ehren Kings, der Martin Luther King Day(Martin Luther King, Jr. Day), der jedes Jahr am dritten Montag imJanuar begangen wird. Am 18. Januar 1993 zelebrierten zum ersten Malalle Regierungen der 50 US-Bundesstaatenoffiziell diesen Feiertag. Außerdem kaufte die „Martin Luther King Jr.Memorial Foundation“ 1987 das Lorraine Motel und wandelte es in das„National Civil Rights Museum“ um. Viele Städte der USA haben eineihrer Straßen nach dem Bürgerrechtler benannt und in Harrisburg, Pennsylvania, trägt das Rathaus Kings Namen.
1998 wurde die Alpha-Phi-Alpha-Verbindung vom US-Kongress autorisiert, eine Stiftung für die Koordination der Geldbeschaffung und des Designs des Denkmals Martin Luther King, Jr. National Memorial in Washington D.C.zu gründen. King war prominentes Mitglied dieser akademischenVereinigung für Afro-Amerikaner. Das Denkmal soll in der Gegend der National Mall nahe einem Abraham-Lincoln-Denkmal errichtet werden.
Seit dem Tod Kings engagierte sich auch seine Ehefrau Coretta Scott King auf Gebieten wie soziale Gerechtigkeit oder Bürgerrechte. Noch im selben Jahr, in dem King ermordet wurde, rief sie das King Centerin Atlanta ins Leben. Ziel war es, das Vermächtnis Kings zu bewahrenund an sein Engagement für friedliche Konfliktlösung und weltweiteToleranz zu erinnern. Kings Sohn Dexter ist derzeit Präsident undVorstandsvorsitzender der Centers.
Auch werden Versuche unternommen, im Jahr 2010 Kings Konterfei aufUS-amerikanische Münzen pressen zu lassen, nachdem Bürgerrechtler sich2000 erfolglos dafür einsetzten, King auf 50-Cent-Münzen oder20-Dollar-Scheinen zu verewigen.
Die Band U2 schrieb 1984 die Songs „Pride (In the Name of Love)“ und „MLK“ (auf dem Album The Unforgettable Fire)zu Ehren Kings und seines Lebenswerks. „Pride“ enthält allerdings einenhistorischen Fehler, denn King wurde nicht, wie im Titel impliziert, amMorgen ermordet, sondern abends. Bei Live-Auftritten singt U2-Sänger Bono das Lied mittlerweile in korrigierter Version.

Rolle Kings innerhalb der Bürgerrechtsbewegung in den USA
Bevor King sich ausschließlich für Bürgerrechte engagierte, setzte sich vor allem die NAACP für die Rechte der schwarzen Minderheit ein.
Mit dem Erfolg des „Montgomery Bus Boycotts“im Jahr 1956 nahm der Einfluss Kings auf die Bürgerrechtsbewegung unddie Wirkung seiner Person auf die schwarze Bevölkerung stark zu. War erzuvor hauptsächlich als Pfarrer tätig gewesen, reiste er in denfolgenden Jahren mit Unterbrechungen durch die gesamte USA und hieltzahllose Reden. Die Erfolge in Birmingham, die Durchsetzung des Civil Rights Act1964 und die Ehrung mit dem Friedensnobelpreis machten King zum größtenFührer des gewaltlosen Protestes für die Gleichberechtigung derSchwarzen, was sich auch an den 250.000 Beteiligten am von ihmangeführten Marsch auf Washington messen lässt. In diesen Jahren verlor auch die NAACP stark an Bedeutung.
Es gab aber auch sowohl Kritik an der Führungsrolle, die Kingeinnahm, als auch an seinem Prinzip, ausschließlich gewaltfrei zuprotestieren. So gründete sich 1960 das Student Nonviolent Coordinating Committee (SNCC), das die Funktion Kings in der landesweiten Bewegung konstruktiv kritisierte. Als 1965 Stokely CarmichaelVorsitzender des SNCC wurde, radikalisierte sich deren politischer Kursin Richtung eines militanten, schwarzen Nationalismus; CarmichaelsNachfolger änderte den Namen der Vereinigung schließlich in Student National Coordinating Committee. 1964 wurde von Malcolm X die Organization of Afro-American Unity(OAAU) ins Leben gerufen. In seiner Rede am Gründungstag rief er offenzur Beilegung der ausschließlich gewaltfreien Strategien auf unddistanzierte sich damit deutlich von King. Mehr als die kleine OAAU,die sich nach dem Tod von Malcolm X 1965 auflöste, beeinflussten jedochdie Reden des bekannten Gründers die Schwarzenbewegung.
1966 formierte sich dann die Black Panther Party,die weniger durch Massenproteste als durch Hilfsleistungen für schwarzeBedürftige versuchte, soziale Ungerechtigkeiten auszugleichen. Außerdemtrat sie für „schwarzen Nationalismus“ und das ausdrückliche Recht ein,sich selbst zu verteidigen, und grenzte sich damit vom Pazifismus- undToleranzdenken Kings ab. Dann wurde auf Initiative von Carmichael 1966auch noch die lose separatistische Black-Power-Bewegungins Leben gerufen, die eine Vereinigung aller Schwarzen und dieBewahrung von „schwarzer Kultur“ anstrebte. Auch geriet King häufig mitRoy Wilkins,dem damaligen Führer der NAACP und bekannten Bürgerrechtler aneinander.Trotzdem nahm Wilkins an verschiedenen Demonstrationen, etwa dem Marschnach Washington teil und äußerte sich kritisch zu militantenOrganisationen.
Vor allem durch solche Gruppierungen hatten Kings Ideale undProtestaktionen im Norden der USA einen schweren Stand. Hinzu kam, dasser erst 1966 begann, Demonstrationen in einer nördlichen Stadt,Chicago, zu organisieren. Trotzdem blieb er für viele bis zu seinem Toddie unumstrittene Führungsfigur des gewaltfreien Widerstands.
Durch das Attentat, den gestiegenen Druck von Seiten des FBI (vorallem auf die Black Panther Bewegung) und die politischenZugeständnisse erlahmte nach 1970 die Bürgerrechtsbewegung in den USA.Das SNCC löste sich 1970 auf, und die Black Panther zeigten sich ab1981 nicht mehr öffentlich. Die NAACP sowie die SCLC bestehen nochheute.

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BeitragVerfasst am: 07.09.2009 04:47    Titel: (Kein Titel) Antworten mit Zitat


Dr. Martin    Luther King Jr.    
"I have a dream"
[Rede zum Marsch auf Washington am 28.    August 1963 vor 250.000 Menschen am Lincoln Memorial]

  
  Ich freue mich, heute mit euch zusammen an einem Ereignis teilzunehmen, das als die größte Demonstration für die Freiheit in die Geschichte unserer Nation eingehen wird.

Vor hundert Jahren unterzeichnete ein großer Amerikaner, in dessen symbolischen Schatten wir heute stehen, die Emanzipationsproklamation. Er kam wie ein freudiger Tagesanbruch nach der langen Nacht ihrer Gefangenschaft.

Aber hundert Jahre später ist der Neger immer noch nicht frei. Hundert Jahre später ist das Leben des Negers immer noch verkrüppelt durch die Fesseln der Rassentrennung und die Ketten der Diskriminierung. Hundert Jahre später schmachtet der Neger immer noch am Rande der amerikanischen Gesellschaft und befindet sich im eigenen Land im Exil.

Deshalb sind wir heute hierher gekommen, um eine schändliche Situation zu dramatisieren. In gewissem Sinne sind wir in die Hauptstadt unseres Landes gekommen, um einen Scheck einzulösen. Als die Architekten unserer Republik die großartigen Worte der Verfassung und der Unabhängigkeitserklärung schrieben, unterzeichneten sie einen Schuldschein, zu dessen Einlösung alle Amerikaner berechtigt sein sollten. Dieser Schein enthielt das Versprechen, dass allen Menschen — ja, schwarzen Menschen ebenso wie weißen — die unveräußerlichen Rechte auf Leben, Freiheit und der Anspruch Glück garantiert würden.

Es ist heute offenbar, dass Amerika seinen Verbindlichkeiten nicht nachgekommen ist, soweit es die schwarzen Bürger betrifft. Statt seine heiligen Verpflichtungen zu erfüllen, hat Amerika den Negern einen Scheck gegeben, der mit dem Vermerk zurückgekommen ist: "Keine Deckung vorhanden". Aber wir weigern uns zu glauben, dass die Bank der Gerechtigkeit bankrott ist. Wir weigern uns zu glauben, dass es nicht genügend Gelder in den großen Stahlkammern der Gelegenheiten in diesem Land gibt.

So sind wir gekommen, diesen Scheck einzulösen, einen Scheck, der uns auf Verlangen die Reichtümer der Freiheit und die Sicherheit der Gerechtigkeit geben wird. Wir sind auch zu dieser merkwürdigen Stätte gekommen, um Amerika an die grimmige Notwendigkeit des Jetzt zu erinnern.

Jetzt ist nicht die Zeit, in der man sich den Luxus einer "Abkühlungsperiode" leisten oder die Beruhigungsmittel langsamen, schrittweisen Fortschritts einnehmen kann. Jetzt ist die Zeit, die Versprechungen der Demokratie Wirklichkeit werden zu lassen.Jetzt ist die Zeit, aus dem dunklen und trostlosen Tal der Rassentrennung aufzubrechen und den hellen Weg der Gerechtigkeit für alle Rassen zu beschreiten.

Jetzt ist die Zeit, unsere Nation aus dem Treibsand rassischer Ungerechtigkeit zu dem festen Felsen der Brüderlichkeit emporzuheben. Jetzt ist die Zeit, Gerechtigkeit für alle Kinder Gottes Wirklichkeit werden zu lassen.Es wäre verhängnisvoll für diese Nation, wenn sie nicht die Dringlichkeit der gegenwärtigen Lage wahrnehmen würde. Dieser heiße Sommer berechtigter Unzufriedenheit des Negers wird nicht zu Ende gehen, solange nicht ein belebender Herbst der Freiheit und Gerechtigkeit begonnen hat.

1963 ist kein Ende, sondern ein Anfang. Wer hofft, der Neger werde jetzt zufrieden sein, nachdem er Dampf abgelassen hat, wird ein böses Erwachen haben,wenn die Nation wieder weitermacht wie vorher.

Es wird weder Ruhe noch Rast in Amerika geben, bis dem Neger die vollen Bürgerrechte zugebilligt werden. Die Stürme des Aufruhrs werden weiterhin die Grundfesten unserer Nation erschüttern, bis der helle Tag der Gerechtigkeit anbricht.

Und das muss ich meinem Volk sagen, das an der abgenutzten Schwelle der Tür steht, die in den Palast der Gerechtigkeit führt: Während wir versuchen, unseren rechtmäßigen Platz zu gewinnen, dürfen wir uns keiner unrechten Handlung schuldig machen.

Lasst uns nicht aus dem Kelch der Bitterkeit und des Hasses trinken, um unseren Durst nach Freiheit zu stillen. Wir müssen unseren Kampf stets auf der hohen Ebene der Würde und Disziplin führen. Wir dürfen unseren schöpferischen Protest nicht zu physischer Gewalt herabsinken lassen. Immer wieder müssen wir uns zu jener majestätischen Höhe erheben, auf der wir physischer Gewalt mit der Kraft der Seele entgegentreten.

Der wunderbare, neue kämpferische Geist, der die Gemeinschaft der Neger erfasst hat, darf uns nicht verleiten, allen Weißen zu misstrauen. Denn viele unserer weißen Brüder — das beweist ihre Anwesenheit heute — sind zu der Einsicht gekommen, dass ihre Zukunft mit der unseren untrennbar verbunden ist. Sie sind zu der Einsicht gelangt, dass ihre Freiheit von unserer Freiheit nicht zu lösen ist. Wir können nicht allein marschieren.

Und wenn wir marschieren, müssen wir uns verpflichten, stets weiter zu marschieren. Wir können nicht umkehren. Es gibt Leute, die fragen die jenigen, die sich selbst der Bürgerrechte verpflichtet fühlen: "Wann werdet ihr endlich zufriedengestellt sein?" Wir können niemals zufriedengestellt sein, solange der Neger das Opfer der unaussprechlichen Schrecken polizeilicher Brutalität ist.

Wir können nicht zufriedengestellt sein, solange unsere müden Leiber nach langer Reise in den Motels an den Landstraßen und den Hotels der großen Städte keine Unterkunft finden. Wir können nicht zufriedengestellt sein,solange die Bewegungsfreiheit der Neger in erster Linie darin besteht, von einem kleinen Ghetto in ein größeres zu gehen.

Wir können nicht zufriedengestellt sein, solange unsere Kinder ihrer Freiheit und Würde beraubt werden durch Zeichen, auf denen steht: "Nur für Weiße". Wir können nicht zufriedengestellt sein, solange der Neger in Mississippi nicht das Stimmrecht hat und der Neger in New York niemand hat, den er wirklich wählen möchte. Nein, wir werden nicht zufriedengestellt sein, bis das Recht strömt wie Wasser und die Gerechtigkeit wie ein mächtiger Strom.

Ich weiß wohl, dass manche unter euch hierher gekommen sind aus großer Bedrängnis und Trübsal. Einige von euch sind direkt aus engen Gefängniszellen gekommen. Einige von euch sind aus Gegenden gekommen, in denen ihr aufgrund eures Verlangens nach Freiheit mitgenommen und erschüttert wurdet von den Stürmen der Verfolgung und polizeilicher Brutalität. Ihr seid die Veteranen schöpferischen Leidens. Macht weiter und vertraut darauf, dass unverdientes Leiden erlösende Qualität hat.

Geht zurück nach Mississippi, geht zurück nach Georgia, geht zurück nach Louisiana, geht zurück in die Slums und Ghettos der Großstädte im Norden in dem Wissen, dass die jetzige Situation geändert werden kann und wird. Lasst uns nicht Gefallen finden am Tal der Verzweiflung.

Heute sage ich euch, meine Freunde, trotz der Schwierigkeiten von heute und morgen habe ich einen Traum. Es ist ein Traum, der tief verwurzelt ist im amerikanischen Traum. Ich habe einen Traum, dass eines Tages diese Nation sich erheben wird und der wahren Bedeutung ihres Credos gemäß leben wird: "Wir halten diese Wahrheit für selbstverständlich: dass alle Menschen gleich erschaffen sind."

Ich habe einen Traum, dass eines Tages auf den roten Hügeln von Georgia die Söhne früherer Sklaven und die Söhne früherer Sklavenhalter miteinander am Tisch der Brüderlichkeit sitzen können.

Ich habe einen Traum, dass sich eines Tages selbst der Staat Mississippi, ein Staat, der in der Hitze der Ungerechtigkeit und Unterdrückung verschmachtet, in eine Oase der Gerechtigkeit verwandelt.

Ich habe einen Traum, dass meine vier kleinen Kinder eines Tages in einer Nationleben werden, in der man sie nicht nach ihrer Hautfarbe, sondern nach ihrem Charakter beurteilen wird. Ich habe einen Traum heute...

Ich habe einen Traum, dass eines Tages in Alabama mit seinen bösartigen Rassisten, mit seinem Gouverneur, von dessen Lippen Worte wie "Intervention" und "Annullierung der Rassenintegration" triefen ..., dass eines Tages genau dort in Alabama kleine schwarze Jungen und Mädchen die Hände schütteln mit kleinen weißen Jungen und Mädchen als Brüdern und Schwestern. Ich habe einen Traum, dass eines Tages jedes Tal erhöht und jeder Hügel und Berg erniedrigt wird. Die rauhen Orte werden geglättet und die unebenen Orte begradigt werden. Und die Herrlichkeit des Herrn wird offenbar werden, und alles Fleisch wird es sehen.

Das ist unsere Hoffnung. Mit diesem Glauben kehre ich in den Süden zurück.

Mit diesem Glauben werde ich fähig sein, aus dem Berg der Verzweiflung einen Stein der Hoffnung zu hauen. Mit diesem Glauben werden wir fähig sein, die schrillen Missklänge in unserer Nation in eine wunderbare Symphonie der Brüderlichkeit zu verwandeln.

Mit diesem Glauben werden wir fähig sein, zusammen zu arbeiten, zusammen zu beten, zusammen zu kämpfen, zusammen ins Gefängnis zu gehen, zusammen für die Freiheit aufzustehen, in dem Wissen, dass wir eines Tages frei sein werden. Das wird der Tag sein, an dem alle Kinder Gottes diesem Lied eine neue Bedeutung geben können: "Mein Land von dir, du Land der Freiheit singe ich. Land, wo meine Väter starben, Stolz der Pilger, von allen Bergen lasst die Freiheit erschallen." Soll Amerika eine große Nation werden, dann muss dies wahr werden.

So lasst die Freiheit erschallen von den gewaltigen Gipfeln New Hampshires.Lasst die Freiheit erschallen von den mächtigen Bergen New Yorks, lasst die Freiheit erschallen von den hohen Alleghenies in Pennsylvania. Lasst die Freiheit erschallen von den schneebedeckten Rocky Mountains in Colorado. Lasst die Freiheit erschallen von den geschwungenen Hängen Kaliforniens. Aber nicht nur das, lasst die Freiheit erschallen von Georgias Stone Montain. Lasst die Freiheit erschallen von Tennesees Lookout Mountain. Lasst die Freiheit erschallen von jedem Hügel und Maulwurfshügel in Mississippi, von jeder Erhebung lasst die Freiheit erschallen.

Wenn wir die Freiheit erschallen lassen — wenn wir sie erschallen lassen von jeder Stadt und jedem Weiler, von jedem Staat und jeder Großstadt, dann werden wir den Tag beschleunigen können, an dem alle Kinder Gottes — schwarze und weiße Menschen, Juden und Heiden, Protestanten und Katholiken — sich die Hände reichen und die Worte des alten Negro Spiritual singen können: "Endlich frei! Endlich frei! Großer allmächtiger Gott, wir sind endlich frei!"

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BeitragVerfasst am: 07.09.2009 04:47    Titel: Re:


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BeitragVerfasst am: 07.09.2009 04:55    Titel: (Kein Titel) Antworten mit Zitat

Unabhängigkeits-Erklärung der VereinigtenStaatengegeben im Kongreß am 4. Juli 1776
Einstimmige Erklärung der dreizehn Vereinigten Staatenvon Nord-Amerika



Wenn im Laufe menschlicher Begebenheiten ein Volk genöthigt wird,die politischen Bande aufzulösen, die es bisher mit einem anderenvereinten, und unter den Mächten der Erde die gesonderte und gleicheStellung einzunehmen, zu welcher es durch die Gesetze der Natur und desSchöpfers derselben berechtigt ist, so erheischt die geziemende Achtungvor den Meinungen des Menschengeschlechts, daß es die Ursachen öffentlichverkünde, welche jene Trennung veranlassen.
Wir halten die nachfolgenden Wahrheiten für klar an sich und keinesBeweises bedürfend, nämlich: daß alle Menschen gleich geboren;daß sie von ihrem Schöpfer mit gewissen unveräußerlichenRechten begabt sind; daß zu diesem Leben, Freiheit und das Strebennach Glückseligkeit gehöre; daß, um diese Rechte zu sichern,Regierungen eingesetzt sein müssen, deren volle Gewalten von der Zustimmungder Regierten herkommen; daß zu jeder Zeit, wenn irgend eine Regierungsformzerstörend auf diese Endzwecke einwirkt, das Volk das Recht hat, jenezu ändern oder abzuschaffen, eine neue Regierung einzusetzen, unddiese auf solche Grundsätze zu gründen, und deren Gewalten insolcher Form zu ordnen, wie es ihm zu seiner Sicherheit und seinem Glückeam zweckmäßigsten erscheint. - Klughait zwar gebiete, schonlange bestehende Regierungen nicht um leichter und vorübergehenderUrsachen willen zu ändern, und dieser gemäß hat alle Erfahrunggezeigt, daß die Menschheit geneigter ist, zu leiden, so lange Leidenzu ertragen sind, als sich selbst Rechte zu verschaffen, durch Vernichtungder Formen, an welche sie sich einmal gewöhnt. Wenn aber eine langeReihe von Mißbräuchen und rechtswidrigen Ereignissen, welcheunabänderlich den nämlichen Gegenstand verfolgen, die Absichtbeweis, ein Volk dem absoluten Despotismus zu unterwerfen, so hat diesesdas Recht, so ist es dessen Pflicht, eine solche Regierung umzustürzen,und neue Schutzwehren für seine künftige Sicherheit anzuordnen.Dieser Art war das nachsichtige Dulden dieser Kolonien, und dieser Artist nun auch die Nothwendigkeit, durch welche sie gezwungen werden, dasfrühere System der Regierung zu ändern. Die Geschichte des gegenwärtigenKönigs von Großbritannien ist eine Geschichte von wiederholtenUngerechtigkeiten und eigenmächtigen Anmaßungen, die alle diedirekte Absicht haben, eine unumschränkte Tyrannei über dieseStaaten zu errichten. Um dieses zu beweisen, seien hiermit Thatsachen derunpartheiischen Welt vorgelegt:
    Er hat seine Genehmigung den heilsamsten und nothwendigstenGesetzen für das allgemeine Wohl verweigert.
    Er hat seinen Statthaltern verboten, Gesetze vonunaufschiebbarer und dringender Wichtigkeit rechtskräftig zu machen,oder deren Anwedung suspendirt, bis seine Genehmigung dazu erhalten worden,und die so aufgeschobenen hat er zu beachten gänzlich vernachlässigt.
    Er hat es verweigert, andere Gesetze für dieErleichterung ausgedehnter Volksdistrikte zu genehmigen, es sei denn, daßdieses Volk auf sein Vertretungsrecht in der gesetzgebenden VersammlungVerzicht geleistet habe - auf ein Recht, das dem Volke unschätzbar,und nur dem Tyrannen furchtbar ist.
    Er hat gesetzgebende Körper in ungewöhnliche,unbequeme, und von den Bewahrungsörtern ihrer öffentlichen Urkundenentfernte Plätze zusammenberufen, aus der alleinigen Absicht, siedurch Ermüdung zur Willfährigkeit mit seinen Maßregelnzu zwingen.
    Er hat zu wiederholten Malen die Häuser derAbgeordneten aufgelöst, weis sie sich mit männlicher Festigkeitseinen Einriffen in die Rechte des Volkes wiedersetzt.
    Er hat nach solchen Auflösungen für einelange Zeit sich geweigert, die Wahl anderer Abgeordneten zu gestatten,wodurch die gesetzgebende Gewalt, die nicht vernichtet werden kann, wiederumvollständig zum Volke, um von diesem ausgeübt zu werden, zurückgekehrtist; und der Staat blieb mittlerweile allen Gefahren eines feindlichenEinfalls von Außen und Erschütterungen im Innern ausgesetzt.
    Er hat sich bestrebt, das Steigen der Bevölkerungdieser Staaten zu verhindern, und zu diesem Zwecke den gesetzen fürdie Naturalisation Fremder Schwierigkeiten in den Weg gelegt, andere Gesetzezu erlassen sich geweigert, durch welche die Einwanderung ermuntert werdenkann, und die Preisbedingungen zu neuem Ländererwerb erhöht.
    Er hat die Handhabung der Gerechtigkeitspflege gestört,indem er Gesetzen seine Zustimmung verweigerte, welche die Errichtung richterlicherGewalten bezweckten.
    Er hat die Richter von seinem Alleinwillen abhängiggemacht, hinsichtlich der Dauer ihrer Aemter, und des Betrags und der Bezahlungihrer Gehalte.
    Er hat eine Unzahl neuer Aemter errichtet, und Schwärmevon Beamten hierhergesendet, um unser Volk zu erschöpfen und seinenLebensunterhalt aufzuzehren.
    Er hat unter uns in Friedenszeiten stehende Heeregehalten, ohne Zustimmung unserer gesetzgebender Behörden.
    Er hat sich bestrebt, die Kriegsmacht unabhängigzu machen von der bürgerlichen Gewalt, und sie über die letzterezu stellen.
    Er hat sich mit Andern verbindet, uns einer Gerichtsbarkeitzu unterwerfen, die unsrer Verfassung fremd, und durch unsre Gesetze nichtanerkannt ist, und hat seine Genehmigung folgenden Aussprüchen dieseranmaßlichen Gesetzgebung ertheilt:
        zur Einquartierung straker,bewaffneter Truppenkorps bei uns;
        zur Beschützung derselbendurch ein Scheingericht, vor der Strafe auf Todtschlag, wenn sie einensolchen an den Bewohnern dieser Staaten gehen würden;
        zur Abschniedung unsresHandels mit allen Theilen der Welt;
        zur Auflage von Abgabenauf uns, ohne unsere Zustimmung;
        zur Beraubung der Wohlthatender Untersuchung durch Geschwornen-Gerichte, in machen Fällen;
        zu unserer Transportierungüber das Meer, um, angebliche Verbrechen wegen, gerichtet zu werden;
        zur Aufhebung (Vernichtung)des freien Systems der englischen Gesetze in einer benachbarten Provinz,Einführung einer Willkührregierung in derselben, und Erweiterungderer Grenzen, um sie zu gleicher Zeit als Muster und als taugliches Werkzeugfür die Einführung derselben absoluten Herrschaft in diesen Koloniengebrauchen zu können;
        zur Hinwegnahme unsrer Freibriefe,Vernichtung unsrer werthvollsten Gesetze, und Umänderung unsrer Regierungsformen,von Grund aus;
        zur Suspendierung unsrereigenen, gesetzgebenden Versammlungen, und hat derselben die Macht verliehen,uns in allen und jeglichen Fällen Gesetze zu geben.
    Er hat der Regierung hier entsagt, indem er unsaußerhalb seines Schutzes erklärte, und Krieg gegen uns begann.
    Er hat unsere Meere geplündert, unsere Küstenverwüstet, unsere Städte verbrannt, und das Lebens unsres Volkesvernichtet.
    Er hat, indem er gegenwärtig große Heereausländischer Söldner überschifft, um das Werk des Todes,der Verwüstung und der Tyrannei zu vollenden, bereits mit Handlungender Grausamkeit und Persidie begonnen, die kaum ihres Gleichen in den barbarischstenZeitaltern haben, und völlig unwürdig des Hauptes einer civilisirtenNation sind.
    Er hat unsre Mitbürger, die auf der hohen Seegefangen wurden, gezwungen, die Waffen gegen ihr eigenes Vaterland zu führen,die Henker ihrer eigenen Freunde und Brüder zu werden, oder selbstdurch deren Hände zu fallen.
    Er hat unter uns innere Aufstände erregt, undgegen die Bewohner unsrer Grenzen jene unbarmherzigen Indianer aufzubringengetrachtet, deren bekannte Kriegsweise ein rücksichtsloses Vertilgenjedes Alters, Geschlechts und Standes ist.
Bei jedem grade dieser Unterdrückungen haben wir in den unterthänigstenAusdrücken um Abhülfe gebeten: unsere wiederholten Bitten wurdennur durch wiederholtes Unrecht beantwortet. - Ein Fürst, dessen Charakterso durch jede seiner Handlungen als Tyrann bezeichnet wird, ist untüchtig,der Herrscher eines freien Volkes zu sein.
Wir haben es nicht an Aufforderungen an unsere britischen Brüderfehlen lassen. Wir haben sie von Zeit zu Zeit vor den Versuchen gewarnt,durch ihre Gesetzgebung eine unerlaubte Rechtspflege über uns auszuüben.Wir haben sie an die Zeitumstände unserer Auswanderung und hiesigenNiederlassung erinnert. Wir haben an ihre angeborene Gerechtigkeitsliebe,ihre Hochherzigkeit appellirt, und sie bei de Banden unsrer gemeinschaftlichenAbkunft beschworen, jenen rechtswidrigen Eingriffen zu entsagen, die unvermeidlichunsere Verbindungen und unser Einverständnis unterbrechen würden.Doch auch sie waren taub gegen die Stimme der Gerechtigkeit und der Blutsverwandschaft.Wir müssen daher der Nothwendigkeit nachgeben, welche unsre Trennungerheischt, und die Briten für das halten, wofür uns die ürbigeMenschheit gilt, für - Freinde im Krieg, für Freunde im Frieden.
Wir daher, die Volksvertreter der Vereinigten Staaten von Amerika, versammeltim Generalkongreß, und den höchsten Richter der Welt zum Zeugenfür die Reinheit unsrer Absichten anrufend, verkünden hiermitfeierlichst im Namen und aus Machtvollkommenheit des guten Volks dieserKolonien, daß diese vereinten Kolonien freie und unabhängigeStaaten sind, und es  zu sein, das Recht haben sollen; daßsie losgesprochen sind von allem Gehorsam gegen die britischen Krone, unddaß alle politische Verbindung zwischen ihnen und dem britischenReiche gänzlich aufgelöst ist und sein soll; daß sie alsfreie und unabhängige Staaten volle Gewalt haben, Krieg anzufangen,Frieden zu schließen, Bündnisse einzugehen, Handelsverbindungenzu eröffnen, und alle andern Beschlüsse und Akte zu verrichten,zu welchen unabhängige Staaten rechtlich befugt sind. Und zur Aufrechterhaltungdieser Erklärung verbürgen wir uns, mit festem Vertrauen aufden Schutz der göttlichen Vorsehung, wechselseitig mit unserm Leben,unserm Vermögen, und unsrer unverletzten Ehre.

John Hancock, Präsident
Charles Thompson, Sekretär
New-Hampshire
Josiah Bartlett.
William Whipple.
Matthew Thornton.
Massachusetts-Bay
Samuel Adams.
John Adams.
Robert Treat Paine.
Elbridge Gerry.
Rhode-Island an Providence Plantations
Stephan Hopkins.
William Ellery.
Connecticut
Roger Sherman.
Samuel Huntington.
William Williams.
Oliver Wolcott.
New-York
William Floyd.
Philip Livingston.
Francis Lewis.
Lewis Morris.
New-Jersey
Richard Stockton.
John Witherspoon.
Francis Hopkinson.
John Hart.
Abraham Clarke.
Pennsylvania
Robert Morris.
Benjamin Rush.
Benjamin Franklin.
John Morton.
George Clymer.
James Smith.
George Taylor.
James Wilson.
George Roß.
Delaware
Cesar Rodney.
George Reed.
Thomas M'Kean.
Maryland
Samuel Chase.
William Paca.
Thomas Stone.
Charles Carrol, of Carrollton
Virginia
George Wythe.
Richard Henry Lee.
Thomas Jefferson.
Benjamin Harrison.
Thomas Nelson jr.
Francis Lightfoot Lee.
Charter Braxton.
North-Carolina
William Hooper.
Joseph Hewes.
John Penn.
South-Carolina
Edward Ruthledge.
Thomas Heward jr.
Thomas Lynch jr.
Arthur Middleton.
Georgia
Burton Gwinnet.
Lyman Hall.
George Walton.


Die vorstehende Unabhängigkeitserklärung(derenÜbersetzung samt Rechtschreibung aus dem Jahre 1849 stammt)schuf 13 neue Völkerrechtssubjekte, die vorher Kolonien (unterschiedlichenStatuts) des Vereinigten Königreichs von Großbritannien waren;sie wurde vom "Dritten Kontinentalkongreß" verabschiedet. Nur derSchutz der Unabhängigkeit wurde als gemeinsames Interesse in der Unabhängigkeitserklärungbestimmt.
Die Unabhängigkeitserklärungwar der Schlußpunkt der Streitigkeiten zwischen den gesetzgebendenVersammlungen der 13 Kolonien und Krone und Parlament von Großbritannien,die 1764 begannen, 1770 mit dem "Massaker von Boston" eine neue Phase erreichtenund Ende 1773 mit der "Bostoner Tea-Party" den Status einer offenen Rebellionerreichten und am 8. September 1774 zum Zusammentritt des Ersten Kontinentalkongressesder zuerst 12, dann (mit Georgia) 13 britischen Kolonien auf dem nordamerikanischenKontinent führte, der die Zusammenarbeit zwischen den Kolonien zurAufgabe hatte.
Die Unabhängigkeit der "VereinigtenStaaten von Amerika" wurde von Großbritannien durch die Präliminar-Artikelvom 30. November 1782, endgültig durch den (Friedens-)Vertrag vonParis, ratifiziert und in Kraft getreten am 3. September 1783, anerkannt.
Eine Verfassung oder einen Vertragzwischen den 13 neuen Staaten gab es zum Zeitpunkt der Unabhängigkeitserklärungzwar noch nicht, doch wurde die Geschäftsordnung des Kontinentalkongressesvon 1774 zur weiteren Grundlage auch der unabhängig gewordenen Staaten.Der Kontinentalkongreß hat sich am 15. November 1777 auf den Bundesvertrag("Articles of Confederation") geeinigt, der jedoch erst am 1. März1781, nachdem auch New York auf die Gebiete westlich ihrer eigentlichenGrenzen zugunsten der Vereinigten Staaten verzichtet hatte, wie Marylandes gefordert hatte, ratifiziert, womit die Vereinigten Staaten von Amerikavölkerrechtlich zu einem Staatenbund wurden.



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BeitragVerfasst am: 07.09.2009 04:55    Titel: Re:


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